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Zahnerkrankungen bei Hund und Katze

Zahnstein

Zahnstein besteht aus Futterresten, Speichelinhaltsstoffen und Bakterien der Maulhöhle. Es kommt zu gelb-braunen,teilweise sehr harten Ablagerungen an den Zähnen, vor allem kleine Hunderassen sind oft schon in jungem Alter davon betroffen.

Dies kann zu Zahnfleischentzündungen
(Parodontitis) und im schlimmsten Falle zu einer Lockerung der Zähne oder
einer schwerwiegenden Entzündung und Auflösung des Kieferknochens kommen.
Zusätzlich schädigt der Zahnstein Organe, wie z.B. Herz und Nieren. Mittels Ultraschall werden die Beläge entfernt und anschließend mit einer speziellen Paste poliert.

Zur Prophylaxe empfehlen wir das regelmäßige (idealerweise 1x tgl.) Zähneputzen mit einer speziellen Hundezahnpasta.


Zahnfrakturen  !ACHTUNG! immer ein Notfall


Vorallem Eck- und Schneidezähne können durch Verletzungen frakturieren. Im ungünstigsten Falle wird dabei die Pulpahöhle (Nervenhöhle, als roter Punkt sichtbar) eröffnet. Der Nervenkanal kann sich entzünden (Pulpitis) und im weiteren Verlauf kann es zu Kieferknochenentzündungen und Abszessen kommen.


FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen)

Von dieser schmerzhaften Erkrankung ist ca jede 3. Katze, mit steigendem
Alter sogar jede 2. Katze betroffen.
Die Ursache der FORL ist immer noch nicht endgültig geklärt.
Es kommt zu einer Aktivierung sogenannter Odontoklasten, die die Zahnhartsubstanz
(Schmelz/Zement/Dentin)abbauen, zunächst die Wurzelanteile, dann die Zahnkronen.
Erst dann wird die Erkrankung während der klinischen Untersuchung sichtbar.
Im Anfangsstadium sind die Tiere meist symptomlos.

Später können folgende Symptome auftreten:

Vermehrtes Speicheln, Zähneknirschen, Kopfschieflegen, mit Pfoten über Maul streifen,

Wechsel von Hart- zu Weichfutter oder umgekehrt - Wiederfallenlassen des Futters - Aufschreien beim Fressen - Appetit und dennoch keine oder nur eine geringe Futteraufnahme Mundgeruch, Zahnfleischblutungen.

Klinische Untersuchung:

Zahnfleischentzündung, die Krone zum Teil bedeckendes, anscheinend „hochwachsendes“ Zahnfleisch, Zahnkronendefekte.

Bei Berühren des betroffenen Zahnes mit einem speziellen Zahninstrument kommt es zu einem schmerzbedingten Schnattern des Unterkiefers.

Behandlung:

Die Erkrankung beginnt im Wurzelbereich, somit sind Füllungen im Kronenbereich zur Erhaltung der Zähne sinnlos.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit besteht in der Extraktion dieser Zähne, da die betroffenen Zähne leider nicht „geheilt“ werden können. Nur durch diese Maßnahmen ermöglicht man der Katze wieder ein schmerzfreies Leben. Die Futteraufnahme ist durch fehlende Zähne oder sogar völlige Zahnlosigkeit nicht beeinträchtigt.

Der Eingriff wird in Vollnarkose, im Idealfall Inhalationsnarkose, durchgeführt. Nach Extraktion der befallenen Zähne wird das leere Zahnfach zugenäht, um die Wundheilung zu beschleunigen und ein Eindrücken von Futterresten zu verhindern. Die Katze wird mit Schmerz- und Entzündungshemmer und ggf. mit einem Antibiotikum versorgt.


Persistierende Milchzähne

Hunde und Katzen haben genauso wie der Mensch ein Milchgebiss, das im Alter von 4-6 Monaten gewechselt wird. Oft haben kleine oder kurznasige Rassen beim Zahnwechsel Probleme.
Wenn die Milchzähne nicht ausgefallen sind und die bleibenden Zähne bereits vorhanden sind, kann es zu Zahn- und Kieferfehlstellungen, sowie Verletzungen der Maulhöhle kommen. Daher müssen verbleibende Milchzähne gezogen werden.

 

 

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